An der Ostsee wirkt der Winter sanfter, aber nicht minder eindrucksvoll. An den stillen Buchten und Förden zeigt sich das Meer in Pastelltönen: graublau, silbern, milchig. Fischerboote schaukeln im Takt der Wellen, in den kleinen Häfen riecht es nach Salz, Tang und Holz. In Kellenhusen, Scharbeutz oder Grömitz trifft man Menschen, die am Wasser entlanglaufen, während hinter ihnen die Wintersonne über der Ostsee versinkt. Ein Abstecher auf eine der Seebrücken ist für viele Spaziergänger ein Muss. „Ich liebe diesen Moment, wenn die Stille lauter ist als jedes Geräusch – und man nur noch das Meer hört“, sagt eine Strandläuferin, die regelmäßig an den Stränden der Lübecker Bucht unterwegs ist. Das Licht ist weich, die Farben sind gedämpft – und doch ist es dieser Moment, der bleibt.
Zur kurzen Einkehr oder längeren Übernachtung locken große und kleine Hotels. Und auch kulinarisch bietet die schleswig-holsteinische Küche viel Abwechslung. Sie reicht vom klassischen Fischbrötchen über Holsteiner Grünkohl bis zu Schnüüsch, dem typisch schleswig-holsteinischen Gemüseeintopf.
Vom Glück der Winterbader
Und dann sind da die, die es noch kälter mögen: Winterbadende wie Lukas aus Kiel, die sich auch im Februar in die Ostsee stürzen. Wöchentlich treffen sich Gleichgesinnte an der Kieler Förde, um beim kurzen Abtauchen im kalten Wasser den Kreislauf aufzuwecken. „Nach ein paar Sekunden fühlt man sich lebendig wie nie“, erzählt er lachend. Danach geht’s in die Sauna oder auf einen heißen Tee mit Blick aufs Meer. Winterbaden ist längst mehr als Trend – es ist ein Lebensgefühl, das Mut, Klarheit und Gemeinschaft schenkt.
Wind: Taktgeber und Energiequelle
Und immer ist der Wind dabei – als Taktgeber, als Energiequelle, als Lebensgefühl. Kein Zufall: Laut einer aktuellen Civey-Umfrage empfinden 58 Prozent der Deutschen schon eine leichte Brise als erfrischend und befreiend. Fast die Hälfte verbindet Wind mit Entspannung und Urlaubsgefühl.