Fachwerkvielfalt entlang der Deutschen Fachwerkstraße
Anders als vielfach gedacht, ziehen sich Fachwerkstädte von der Elbe und Lüneburger Heide über die Oberlausitz bis zum Bodensee entlang der Deutschen Fachwerkstraße durch das gesamte Bundesgebiet. Sie stehen für das kulturelle Erbe des Mittelalters, als das Fachwerk die typische Bauweise für Häuser und Gebäude – nicht aber für Kirchen und Schlösser – darstellte. Besucherinnen und Besucher finden in den mittelalterlichen Stadtkernen einladende Atmosphäre, regionale Spezialitäten, Kunsthandwerk sowie zahlreiche Erlebnisführungen, die das Leben vergangener Jahrhunderte anschaulich machen.
Unterschiedliche Stile, einzigartige Identität
Rund 2,5 Millionen Fachwerkgebäude soll es in Deutschland geben – keines gleicht dem anderen. Drei regionale Typen stechen besonders hervor:
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Niedersächsisches Fachwerk mit reichen, geschnitzten Schmuckformen, häufig in Schwarz, Braun oder Grau gestrichen.
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Fränkisches Fachwerk, das mit stilisierten Andreaskreuzen, Rosetten und Putzintarsien verziert ist.
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Alemannisches Fachwerk, das sich durch klare Linien und weite Abstände zwischen den Ständern auszeichnet. Hier dominieren Rottöne und dunkles Braun.