Der monatliche Blick auf das Girokonto sorgt bei den meisten Mietern häufig für Frustration – wieder ein beträchtlicher Batzen Geld, den die Miete verschlungen hat und der für immer weg ist. Ein Grund, weshalb vor allem viele junge Familien von den eigenen vier Wänden träumen: Laut der ipsos-Studie „Der private Baumarkt 2016“ ist die Hälfte aller Hausplaner unter 34 Jahre alt. Immerhin 37,5 Prozent in dieser Altersgruppe setzen den Plan durch einen Hausbau um. Doch bis zum Beschluss, entweder ein Haus zu kaufen oder selbst zu bauen, ist es zumeist ein langer Weg, der sorgfältig vorbereitet werden sollte.
Vorteile eines eigenen Hauses
Dennoch: Je jünger man ist, desto früher ist der Kredit abbezahlt beziehungsweise desto mehr Zeit bleibt, das Darlehen in kleineren Raten zu tilgen. Wer selbst baut, kann Wohnräume, Fassade und Garten nach seinen individuellen Vorstellungen funktional und optisch gestalten. Eigenheimbesitzer haben in der Regel auch mehr Platz als Mieter zur Verfügung – was auch den Kindern zugutekommt. Im eigenen Garten toben, anstatt auf den öffentlichen Spielplatz zu gehen, oder mit den Kleinen Obst und Gemüse anbauen: Die Vorteile von Haus, Hof und Garten gegenüber einer Mietwohnung sprechen für sich. Und nicht nur das: Eine Investition in ein Eigenheim bietet eine solide Geldanlage und perfekte Altersvorsorge und nicht zuletzt Inflationssicherheit.
Eigenkapital wichtigstes Kriterium
Entscheidend, um das „Projekt des Lebens“ anzugehen, ist die Frage, wie viel Eigenheim sich eine Familie überhaupt leisten kann. Als Faustregel für eine solide Baufinanzierung gilt: Als Eigenkapital sollten mindestens 20 Prozent des Kaufpreises vorhanden sein. Ebenso wichtig die Frage, wie hoch die monatliche Belastung sein darf, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse mittelfristig stabil bleiben, also weitere Kinder geplant sind, und die Arbeitsstelle sicher ist. Auch muss die Rechnung dann noch aufgehen, wenn die Zinsen für einen Anschlusskredit in zehn oder 20 Jahren nicht mehr nur bei rund zwei, sondern vielleicht fünf Prozent liegen sollten.
Ein Eigenheim ist eine solide Geldanlage und perfekte Altersvorsorge.
Nach wie vor wichtigster Tipp: Selbst wenn Banken mit extrem niedrigen Zinsen locken, darf die aktuelle Zinslage nicht zu vorschnellen Entschlüssen verleiten. Ebenso zu beachten: Die vorher nicht einkalkulierten Kosten. Denn laut der Bauherren-Studie 2017, bei der mehr als 1.000 Bundesbürger befragt wurden, sind mehr als 70 Prozent der in den letzten fünf Jahren in Deutschland errichteten Eigenheime am Ende spürbar teurer geworden als geplant. Fakt ist: Eine realistische Kostenkalkulation ist das A und O, damit die erhofften Vorzüge eines Eigenheims für Familie und Kinder nicht für zum finanziellen Fiasko werden.